Wissenschaftliche Begleitung der indikationsbezogenen Integrierten Versorgung zur Qualitätssicherung in der psychiatrischen ambulanten Versorgung in Kooperation mit der BARMER GEK, dem MVZ Falkenried Hamburg und dem ZeS (Zentrum für Sozialpolitik) der Universität Bremen
Mit diesem Forschungsvorhaben im Rahmen einer Dissertation wird ein Netzwerk der indikationsbezogenen Integrierten Versorgung zur Optimierung der psychiatrischen ambulanten Versorgung wissenschaftlich begleitet.
Zielsetzung der wissenschaftlichen Begleitung ist die Ableitung von Indikatoren speziell für das Integrierte Versorgungsmodell zunächst zur internen Qualitätssicherung. Das Set an potentiellen Indikatoren wird überwiegend auf die Prozess- und Ergebnisqualität des Integrierten Versorgungsmodells abzielen. Des Weiteren werden Indikatoren abgeleitet, mit denen eine Einschätzung der Wirtschaftlichkeit des Integrierten Versorgungsmodells möglich wird.
Die wissenschaftliche Begleitung ist der Versorgungsforschung zugeordnet. Versorgungsforschung findet unter Alltagsbedingungen statt. Das setzt eine enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis voraus, indem unter Alltagsbedingungen mit einem geeigneten methodischen Konzept und vor dem Hintergrund der Gegebenheiten im Integrierten Versorgungsmodell wissenschaftlich fundierte Indikatoren abgeleitet werden können.
PiA - Professionalisierung interaktiver Arbeit
Interaktive Dienstleistungsarbeit ist eine Leistung eigener Art, die sich dadurch auszeichnet, dass Kunde und Dienstleistungsfachkraft für die Erbringung einer Dienstleistung aktiv zusammenarbeiten müssen.
Der aktuelle Trend zur erweiterten Integration des Kunden in die Wertschöpfungskette verstärkt die Anforderungen an diese Zusammenarbeit. Verbreitete Leitbilder, die Kunden und Dienstleistende in ein hierarchisches Verhältnis bringen ("Der Kunde ist König" oder "Der Kunde ist Laie"), erweisen sich in diesem Prozess als hinderlich.
Gefragt sind vielmehr neue Leitbilder, die die gelingende Kooperation und die wechselseitige Wertschätzung von Kunde und Fachkraft als Qualitätskriterien in den Vordergrund stellen.
Ziel des Vorhabens ist es, interaktive Arbeit als Innovationsquelle für die Entwicklung und Förderung exzellenter Dienstleistungsqualität nutzbar zu machen. In einem Verbund von vier Forschungsinstitutionen (ISF München, Universität Augsburg, TU Chemnitz und Hochschule Aalen) und drei großen Dienstleistungsunternehmen (AWO, ACCOR und DB Services) werden Wege zur Professionalisierung interaktiver Dienstleistungsarbeit entwickelt, erprobt und in die Breite transferiert.
Weitere Informationen finden Sie unter PiA
