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Forschung

Forschungsbereiche von Prof. Dr. Bernd Zinn

I. Epistemologische Überzeugungen in gewerblich-technischen Domänen (seit 2008)

Während in der Pädagogischen Psychologie und den Fachdidaktiken der Mathematik und der Naturwissenschaften zahlreiche Forschungsbefunde zu den epistemologischen Überzeugungen vorliegen, gibt es bisher keine Erkenntnisse zum Konstrukt im Bereich der gewerblich-technischen Bildung (vgl. Zinn & Tenberg, 2010). In dem laufenden Forschungsprogramm werden die epistemologischen Überzeugungen von Auszubildenden in gewerblich-technischen Domänen grundlegend und im Hinblick auf die Optimierung des Lehr-Lern-Geschehens untersucht (Zinn, 2010a, Zinn, 2011a, 2011b).

II. Studierenden ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung in ingenieurwissenschaftlichen Studiengängen (seit 2010)

Obwohl die gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung durch den Beschluss der Kultusministerkonferenz vorliegen, wird der Weg in ein ingenieurwissenschaftliches Studium, ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung, nur von wenigen beschritten. Während in Schweden die Quote der non-traditionell student bei rund 6 Prozentpunkten liegt, ist es in Deutschland rund 1 Prozentpunkt. Gründe hierfür, liegen möglicherweise in der inadäquaten Förderung der Zielgruppe aufgrund von unzureichenden Kenntnissen über die Kompetenzen der Zielgruppe (vgl. Zinn & Jürgens, 2010; Jürgens & Zinn, 2010). Das Ziel des Forschungsvorhabens besteht in der Ableitung von Optimierungsansätzen für ein ingenieurwissenschaftliches Studium von beruflich Qualifizierten. Im Rahmen des Forschungsprojektes werden das soziodemografische Profil und die möglichen Prädiktoren der Studienleistung von Studierenden ohne schulische Hochschulzugangsberechtigung in Studiengängen der Ingenieurwissenschaften untersucht.

Kooperationspartner: Prof. Dr. Bernd Zinn (Hochschule Aalen), Prof. Dr. Uwe Faßhauer (PH Schwäbisch Gmünd), Promotionsvorhaben von Alexandra Jürgens (Weiterbildungsakademie der Hochschule Aalen)

III. Forschendes Lernen in anwendungsorientierter Lehre (seit 2010)

Das forschende Lernen in einer anwendungsorientierten Lehre zielt nicht nur auf den eigenverantwortlichen und zielgerichteten Erwerb von Fachwissen sondern auch auf die Aneignung und Einübung von Fertigkeiten zur Planung, Durchführung, Auswertung und Bewertung von Anwendungs- und Forschungsprojekten. Damit wird der Besitz weiterer Kompetenzen erforderlich wie zum Beispiel Kommunikations- und Kooperations-kompetenzen. Die Anwendungs- und Forschungsprojekte finden hierbei in kooperativen Anordnungen mit hochschulexternen Institutionen statt. Im Mittelpunkt des anwendungsorientierten Netzwerkes stehen praktische Aufgabenstellungen des schulischen- und betrieblichen Lernortes. Das forschende Lernen stellt damit umfangreiche und vielschichtige Ansprüche an die Lernenden.

Kooperationspartner: Prof. Dr. Bernd Zinn (Hochschule Aalen), Prof. Dr. Faßhauer (PH Schwäbisch Gmünd), Herr Zeller (Johannes-Landenberger Schule Waiblingen), Gerhard Barreith (Schulleiter Berufliche Schulen Schwäbisch Gmünd), Frau Hermann (Theodor-Heuss Gymnasium Aalen), Michael Richter (Voith AG Heidenheim), Herr Fruhmann (Lehrmittelhersteller NTL, Neutal Austria)

IV. Förderung des Interesses an den MINT-Fächern (seit 2010)

Das Projekt zwischen dem Studiengang Ingenieurpädagogik und der Institution explorhino - Zentrum junger Forscher Ostalb verfolgt das Ziel der Förderung interdisziplinärer und interinstitutioneller Projekte im MINT-Bereich (Mathematik-Naturwissenschaften-Informatik-Technik). Zielrichtung ist die verstärkte Kooperation zwischen Schulen, Hochschulen und der Lehrerprofessionalisierung in den Bereichen der Technik und Naturwissenschaften, um letztlich Schülerinnen und Schüler stärker für naturwissenschaftliche Phänomene und ingenieurwissenschaftliche Artefakte zu begeistern (vgl. Zinn, 2010b).

Kooperationspartner: Prof. Dr. Bernd Zinn (Hochschule Aalen), Dr. Susanne Garreis  (explorhino - Zentrum junger Forscher Ostalb)

V. Interventionsstudie zur Förderung der mathematisch-naturwissenschaftlichen Kompetenzen zu Ausbildungsbeginn (FöMaNaKo) (seit 2011)

Das Projekt FöMaNaKo fokussiert die mathe­matischen und naturwissenschaftlichen Kompetenzen von Auszubildenden in gewerblich-technischen Berufen am Anfang der Berufsausbildung. Ziel der Studie ist es, den Kenntnisstand in Mathematik und Naturwissen­schaften bei den Ausbildungsanfänger/-innen des Jahres 2011 im Ostalbkreis in gewerblich-technischen Berufen zu analysieren und hieraus Interventionsmöglichkeiten für die beteiligten ausbildenden Unternehmen abzu­leiten.

Kooperationspartner: Prof. Dr. Bernd Zinn (Hochschule Aalen), Südwestmetall, Industrie- und Handelskammer, mittelständische Unternehmen aus dem Ostalbkreis 




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