Font Size: A   A 


Print

Research

Forschungsprofil

Im Zentrum des Forschungsinteresses steht die Entwicklung und Erprobung humaner Gestaltungsansätze für eine globalisierte Wissens-, Informations-, Medien- und Netzwerkgesellschaft. Als Forschungsgegenstand wird die Struktur und die Anwendung von Kooperationssystemen für neue, IT-gestützte Arbeits- und Organisationsformen fokussiert.

Leitende Fragestellung ist, welche institutionellen, subjektiven und informationstechnologischen Gestaltungsspielräume und Einschränkungen im Prozess der Gestaltung von Informationsarchitekturen und Kooperationsstrukturen aufgegriffen, bearbeitet und produktiv rückgekoppelt werden können. Wichtiger Bezugspunkt ist die Suche nach Erklärungen für systematische Widersprüche im Erarbeitungs- und Anwendungskontext der Informationstechnologie und die Identifikation von Lösungsansätzen zu deren Überwindung.

Im Zentrum des Forschungsfelds stehen in Wechselwirkung zueinander:

  • die Informationstechnologie selbst, ihre Architektur und ihr Systemkontext;
  • die beteiligten Gestalter, die die Informationstechnologie entwerfen, strukturieren und ausgestalten;
  • die Prozesse, in denen die Gestaltung der IT stattfindet;
  • der Anwendungszusammenhang, in dem die Technologie zum Einsatz kommt.

Forschung, Konzeptentwicklung und Theoriebildung in dem hier umrissenen Forschungsfeld zielen auf die Entfaltung subjektiver Gestaltungspotenziale, auf innovative Kooperationstechnologien und auf nachhaltige System- und Organisationsentwicklung. Veränderte Rollen-, Führungs- und Kooperationskonzepte sind hierbei von zentraler Bedeutung. Eine besondere Ausrichtung stellen Informations- und Kooperationssysteme für IT-distanzierte Gruppen und Gelegenheitsnutzer dar.

Grundlage für die zumeist interdisziplinär ausgerichteten Forschungsprojekte und Evaluationen sind Theorien der Technikgestaltung, Requirements Engineering, Software Engineering, die Bildungstheorie der Technik und die Sozialinformatik, ergänzt um Ansätze u. a. der humanistischen Psychologie, sowie Organisations- und Handlungstheorien.

In Forschung und Evaluation wird vorwiegend mit qualitativen Methoden gearbeitet, die zugleich für die Gestaltung IT-basierter Kooperationssysteme fruchtbar gemacht werden. Diese Methoden werden durch Sekundärauswertungen und quantitative Verfahren empirischer Sozialforschung zur Datenerhebung und -auswertung ergänzt. Umfängliche Erfahrungen bestehen mit dem Einsatz qualitativer Interviews, (moderierten) Gruppendiskussionen, Konzeptionsworkshops, teilnehmender Beobachtungen und standardisierter (online) Fragebogenerhebungen. Die Erhebungs- und Auswertungsverfahren werden jeweils projektbezogen reflektiert und weiterentwickelt.

Forschungsgebiete:

  • Web-Technologien
  • Informations-Architekturen
  • IT-induzierte Organisationsveränderung
  • Bildungstheorie der Technik, Schwerpunkt: Technikgestaltung
  • Anforderungsanalyse, Schwerpunkt: Requirements Elicitation
  • Web-Engineering, Schwerpunkt: Kooperative Systeme