Studien- und Abschlussarbeiten

Farbwiedergabe-Eigenschaften kontraststeigernder Brillengläser

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2009
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Bachelorarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Annemarie Buser
Zweitbetreuer:  Prof. Dr. Kunibert Krause
Ersteller: Friederike Wike
Kurzbeschreibung:     

Thema dieser Bachelorarbeit ist die Farbwiedergabe von kontraststeigernden Brillengläsern. Es soll untersucht werden, ob sich Farbwiedergabeindizes aus dem Bereich der Beleuchtungstechnik und Reproduktionstechnik auch auf farbige Brillengläser anwenden lassen. Im theoretischen Teil werden zunächst die Grundlagen der Farbmetrik und Farbwahrnehmung erklärt. Für die Berechnung der Farbwiedergabe werden einige gebräuchliche Farbsysteme, Farbwiedergabeindizes und Farbabstandsformeln erläutert. Außerdem wird näher auf die Eigenschaften kontraststeigernder Brillengläser eingegangen. Für den praktischen Teil dieser Arbeit wurden aus 50 verschiedenen kontraststeigernden Brillengläsern sechs besonders charakteristische Gläser ausgewählt. Diese Gläser wurden von 25 Probanden jeweils im Vergleich zu einem neutralen Graufilter gleicher optischer Dichte in Hinblick auf den Kontrast, die Farbverschiebung und das Gefallen der Farben bewertet. Als Farbproben wurden hierbei die Farben des x-rite ColorCheckers verwendet. Es wurde der allgemeine Farbwiedergabeindex Ra und der Farbabstand ΔE*ab im CIE-L*a*b*-Farbraum berechnet. Die berechneten Farbwiedergabeindizes und Farbabstände wurden mit den Ergebnissen der subjektiven Bewertung verglichen. Dabei zeigte sich, dass die berechneten Farbabstände nach beiden Normen nur ungenau mit den subjektiv empfundenen Farbverschiebungen übereinstimmten. Ursachen dafür sind in den sehr großen Farbabständen, der Farbumstimmung und der individuellen Streuung der Farbempfindung der Probanden zu sehen. Dennoch bieten diese Formeln sicher eine gute Grundlage, um in der Zukunft Farbwiedergabeindizes zu entwickeln, die speziell auf die Anwendung im augenoptischen Bereich angepasst sind.