Studien- und Abschlussarbeiten

Wahrnehmung der Dienstleistungen von Augenoptikern - eine persönliche Befragung von 180 Augenoptikkunden

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2010
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Bachelorarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Anna Nagl
Externer Betreuer: Dipl. Ing. (FH) Vanessa Bärenz
Ersteller: Sophie Urban
Kurzbeschreibung:     

Das Thema Dienstleistungen wurde auch in der Augenoptikbranche bereits oft diskutiert. Vor allem in der Augenoptik bilden Dienstleistungen und Zusatzleistungen eine wichtige Kernkompetenz im Tagesgeschehen. So verkaufen Augenoptiker hauptsächlich Brillen, Kontaktlinsen und Zubehör (Handelsware, etc.), aber ohne Dienstleistungen wie der Refraktion oder Beratungskompetenzen wäre dieser Verkauf nicht möglich. Auf Grund der großen Konkurrenz unter den Augenoptikern und der Vergleichbarkeit der angebotenen Produkte, müssen sich Augenoptiker auf eine andere Art als über die Produkte profilieren: nämlich durch Dienstleistungen.

Im ersten Teil der Bachelorarbeit erfolgt eine kurze theoretische Einführung in das Thema Dienstleistung und eine Darstellung über die Forschungsergebnisse der Brillenstudie des Allensbacher Instituts für Demoskopie von 2008. Da es bereits sehr viel Literatur über Dienstleistungen, dessen Marketing und die Umsetzung in der Praxis gibt, fokussiert sich diese Arbeit im zweiten Teil mit Hilfe eines Fragebogens auf die Wahrnehmung von Dienstleistungen aus Sicht von Augenoptikkunden.

Die Umfrage wurde bei insgesamt 182 Personen (ab 18 Jahren) sowohl in den alten als auch in den neuen Bundesländern durchgeführt. Die statistische Auswertung der durch die Autorin dieser Bachelorarbeit persönlich durchgeführten Interviews ergab, dass Augenoptiker für Kunden die ersten Ansprechpartner in Sachen "gutes Sehen" sind. Allerdings werden die Augenoptiker meist nur wegen der schnelleren Termine bevorzugt. Bei Augenärzten wartet fast jeder fünfte Patient länger als drei Monate auf einen Termin. Vor allem in den neuen Bundesländern sind die Wartezeiten auf einen Augenarzttermin enorm lang. Die Ergebnisse der Umfrage zeigen auch deutlich, dass vor allem Empfehlungen durch Freunde und Verwandte die beste Werbung von Augenoptikern und Augenärzten darstellen.

Der Anteil der Kontaktlinsenträger ist im Vergleich zu anderen Ländern sehr gering. Dies könnte auch an der Tatsache liegen, wie die Umfrage ergab, dass fast kein Kunde von seinem Augenoptiker auf Kontaktlinsen angesprochen wurde bzw. diejenigen Kunden, die Kontaktlinsen tragen, dies vor allem aufgrund von Eigeninitiative tun.

Ein weiteres Ergebnis dieser Studie: Der Großteil der befragten Kunden gab an, dass sie die Qualifikation eines Augenoptikers auf dem Niveau eine Meisterausbildung erwarten. Obwohl sich viele Augenoptiker heute gerne als Optometristen sehen, ist der Begriff „Optometrist" in der Bevölkerung noch sehr unbekannt. Nur 12 Personen der 182 Befragten haben den Begriff "Optometrist" schon mal gehört und nur einige wenige konnten sich unter dem Berufsbild eines Optometristen irgendetwas vorstellen.