Studien- und Abschlussarbeiten

Gestaltung der Randzonen für hydrophile Keratokonuskontaktlinsen

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2009
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Bachelorarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Andreas Holschbach
Ersteller: Silvia Telligmann
Kurzbeschreibung:     

Ziel: Ziel dieser Thesis ist, die Randzonen einer hydrophilen Keratokonuskontaktlinse so zu gestalten, dass sie deren optische Zone optimal stabilisieren und nicht verziehen sowie  gleichzeitig ein optimaler Tragekomfort erreicht wird. Zudem sollen Randzonengestaltungen für unterschiedliche Corneoskleralprofile entworfen werden, um somit das Sitzverhalten der Kontaktlinsen für verschiedene Anatomien zu optimieren.

Material und Methoden: Es wurden mittels der beschriebenen Berechnungen, Maschinen und Werkzeuge anfangs verschiedene formstabile Miniskleralkontaktlinsen angefertigt, von denen die Kontaktlinse mit dem besten Sitzverhalten im Anschluss als hydrophile Kontaktlinse berechnet und gefertigt wurde. Darauf folgend sollten die Randzonen dieser hydrophilen Miniskelrallinse mit der Komazone der Kontaktlinse 8 aus der Bachelor-Thesis von Frau Alexandra Lang zusammengefügt werden. Dies war weder durch Berechnen der kompletten Kontaktlinse noch manuelles Zusammenfügen der Komazone mit der Peripherie möglich, weswegen die Entwicklung eines automatisierten Zusammenfügens notwendig wurde, was zum Erfolg führte. Es konnten Kontaktlinsen mit einer Komazone sowie einem rotationssymmetischen mehrkurvigen Rand angefertigt werden.  Es wurden hydrophile Kontaktlinsen mit einer Komazone für verschiedene Corneoskleralprofile angefertigt und ihr Sitzverhalten auf zwei verschiedenen Modellaugen betrachtet.

Ergebnisse: Das Sitzverhalten einer hydrophilen Miniskelrallinse ist trotz Parallelanpassung deutlich besser als erwartet. Somit sind die Randzonen dieser Linse als Basis zum weiteren Vorgehen anzusehen. Daraus folgend wurde die Komazone der Kontaktlinse 8 aus der Bachelor-Thesis von Frau Alexandra Lang in diese Randzone eingefügt. Zudem wurde die Komazone mit verschiedenen Randdesigns für unterschiedliche Corneoskleralprofile versehen und deren Auswirkungen auf die Komazone betrachtet. Es zeigte sich, dass die Gestaltung der äußeren Zonen trotz identischer prälimbaler Stabilisationszone Einfluss auf die optische Zone der Kontaktlinse hat.

Schlussfolgerung: Basieren hydrophile Kontaktlinsen auf dem Design von formstabilen Minisklerallinsen und folgen somit den anatomischen Gegebenheiten des Auges, ist eine parallele Anpassung gemäß den Anpassregeln für formstabile Kontaktlinsen möglich und führt zu einem guten Ergebnis. Dies ist ein entscheidender Faktor bei der Anpassung von hydrophilen komakorrigierten Keratokonuslinsen, da die Radien der optischen Zone somit denen der Hornhaut optimal angepasst werden können.

Zudem ist es möglich, die peripheren Radien optimal an das Corneoskleralprofil anzupassen und dadurch das Sitzverhalten der Kontaktlinse weiter zu optimieren.