Studien- und Abschlussarbeiten

Analyse der Rahmenbedingungen für ein zukunftsorientiertes Berufsbild der Augenoptik in Deutschland

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2009
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Anna Nagl
Zweitbetreuer:  Prof. Dietmar Kümmel
Ersteller: Kathrin Schremmer
Kurzbeschreibung:     

Immer wieder stößt man in der augenoptischen Presse auf den Begriff „Neupositionierung" bzw. „Höherpositionierung". Allein durch diese Begriffe lässt sich erkennen, in welchem Umbruch sich die Augenoptik in Deutschland zurzeit befindet. Gerade in den letzten Jahren hat sich das Berufsbild der Augenoptik immer weiter vom Handwerk weg in Richtung eines dienstleistenden Gesundheitsberufs gewandelt. Die Neu-/Höherpositionierung des Augenoptikergewerbes stellt derzeit die Hauptdiskussion dar und wird innerhalb der Branche kontrovers diskutiert.

Ziel dieser Arbeit: Eine Orientierungshilfe für mittelständische Augenoptikunternehmen zu schaffen, damit diese auf die Veränderungen in der Augenoptikerbranche reagieren und neben großen Filialisten standhalten können. Die Schwerpunktsetzung im augenoptischen Alltag soll dadurch neu überdacht werden können. Eine zentrale Frage dieser Arbeit besteht zudem darin, mit welchen Maßnahmen sich die Augenoptik neu positionieren kann.

Methodik der Arbeit: Zunächst einmal wird ein Überblick darüber gegeben, welche optometrischen Dienstleistungen derzeit angeboten werden und welche Fortbildungsmöglichkeiten es für Augenoptiker gibt. Um Unterschiede der Kompetenzen in der Optometrie ausmachen zu können, findet ein kurzer Vergleich zu anderen europäischen Ländern statt. Des Weiteren werden die aktuellen Trends und Rahmenbedingungen für das Augenoptiker-Handwerk dargestellt, auf welche eingegangen wird, damit im Anschluss eine Diskussion im Hinblick auf das zukünftige Berufsbild des Augenoptikers stattfinden kann. Hier werden Möglichkeiten aufgeführt, wie das Tätigkeitsprofil des Augenoptikers in Zukunft aussehen könnte.

Fazit: Bereits in der Vergangenheit hat sich gezeigt, dass Augenoptiker in Nischen besonders erfolgreich und wettbewerbsfähig sind. Auch wenn die Neupositionierung im Augenoptiker-Handwerk nicht durchgesetzt werden kann, wird der mittelständische Augenoptiker als Spezialist wettbewerbsfähig bleiben können. Gelingt jedoch die vom Zentralverband der Augenoptiker (ZVA) angestrebte Neu-/Höherpositionierung des Augenoptiker-Handwerks, würde das bedeuten, dass der Handwerksberuf in einen reglementierten Gesundheitsberuf umgewandelt würde. Damit würden zusätzliche Dienstleistungen aus den Bereichen der Vorsorge und Früherkennung angeboten werden. Der Augenoptiker wird dadurch zum „primary eye care provider", das heißt zur Erstanlaufstelle bei Sehproblemen.