Studien- und Abschlussarbeiten

Visusänderung bei Verwendung von prismatischen Brillengläsern bzw. Fresnel-Folien

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2006
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Annemarie Buser
Zweitbetreuer:  Prof. Dr. Kunibert Krause
Ersteller: Manuela Baumann, Katrin Warken
Kurzbeschreibung:     

In der vorliegenden Diplomarbeit wurde die Sehschärfenänderung unter Vorgabe von prismatischen Brillengläsern und Fresnel-Folien verschiedener Prismenstärken bei einer hohen und einer niedrigen Umfeldleuchtdichte bestimmt. Dazu wurde mit dem Freiburger Visustest an 15 Probanden monokular der Visus im Hellen und im Dunkeln gemessen. Die vorgeschalteten prismatischen Gläser in den Stärken 6, 10 und 15 cm/m sowie die Fresnel-Folien in den Stärken 6, 10, 15 und 20 cm/m wurden mit Basis innen in die Messbrille eingesetzt. Während bzw. vor der Visusmessung sollten die Probanden ihre subjektiven Empfindungen beim Blick durch die verschiedenen Gläser schildern. Als Ergebnis zeigte sich keine Visusabnahme mit den prismatischen Brillengläsern im Hellen und im Dunkeln. Die Sehschärfen mit den Prismengläsern lagen im Hellen und im Dunkeln innerhalb der Visusschwankungen, die sich bei mehrmaligem Bestimmen der Sehschärfe ergeben. Mit den Fresnel-Folien konnte eine mittlere Visusabnahme bei 6 cm/m von ca. 1,5 Visusstufen, bei 10 cm/m von ca. 2 und bei 15 und 20 cm/m von ca. 3 Visusstufen im Hellen und im Dunkeln festgestellt werden. Außerdem ergab sich im Dunkeln sowohl mit den prismatischen Brillengläsern, als auch mit den Fresnel-Folien bei allen Prismenstärken ein um etwa 3 Stufen geringerer Visus als im Hellen.
Bei einem Vergleich des Visusunterschieds zwischen Fresnel-Folien und prismatischen Brillengläsern zeigte sich, dass der Visus unabhängig von der Prismenstärke und von derUmfeldleuchtdichte mit Fresnel-Folien im Mittel um etwa 1,5 Visusstufen geringer war als mit prismatischen Brillengläsern. Die subjektiven Einschränkungen wurden erwartungsgemäß bei den Fresnel-Folien stärker wahrgenommen als bei den prismatischen Brillengläsern. Außerdem waren die Einschränkungen im Hellen störender als im Dunkeln.