Studien- und Abschlussarbeiten

Zentrierdatenmessung in der Nähe unter Berücksichtigung der physiologischen Einsflüsse von Akkommodation und Konvergenz

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2004
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Kunibert Krause
Externer Betreuer: Dipl.-Ing. (FH) Matthias Kubitza
Ersteller: Britta Bayer
Kurzbeschreibung:     

Die Erfassung der Zentrierdaten in der Nähe und anschließender theoretischer Umrechnung auf die Ferne ist unter der Annahme einer rein geometrischen Konvergenz nicht aufwändig. Die praktische Umsetzung der Genauigkeit der Zentrierdaten hingegen bereitet durch psychologische Einflüsse der Akkommodation und Konvergenz große Probleme. Eine korrekte Zentrierdatenermittlung ist für die Verträglichkeit von Brillengläsern von entscheidender Bedeutung. Um das zu garantieren müssen die Zentrierdaten genau und individuell ermittelt werden um eine hohe Verträglichkeit anzustreben. Diese Arbeit entstand, um ein Gerät zu entwickeln das es erlaubt, Zentrierdaten aus der Nähe zu ermitteln, und mit einer Näherung der physiologischen Einflüsse von Konvergenz und Akkommodation auf die Ferne rückzuschließen. Es wurde der Pupillenabstand (PD) bei der Fixation auf ein fixes und ein blinkendes Objekt mit digitalen Fotoaufnahmen in zwei Abständen aus der Nähe ermittelt. Anschließend wurde die PD aus der Ferne, ebenfalls mit einer digitalen Bildaufnahme ermittelt und mit dem errechneten, theoretisch erwarteten Pupillenabstand verglichen. Annahme: PD in 5 Meter entspricht der PD in der Ferne. Die Differenz der real gemessenen PD und der theoretisch erwarteten PD für die Ferne ist der Einfluss der Akkommodation und Konvergenz und das Ergebnis dieser Arbeit. Die Ergebnisse waren nicht signifikant, so dass eine Umrechnung der Zentrierdaten von der Nähe auf die Ferne, unter Berücksichtigung des Einflusses der Akkommodation und Konvergenz, nicht möglich ist. Im Rahmen dieser Diplomarbeit wurde eine Reihenmessung mit einem der Prototypen des neu entwickelten Geräts Miró durchgeführt und die Ergebnisse mit dem bereits auf dem Markt etablierten Video Zentriersystem „Video Infral" von Carl Zeiss verglichen.