Studien- und Abschlussarbeiten

Gewinnung innovationsrelevanter Marktinformationen in der augenoptischen Industrie

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2006
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Anna Nagl
Zweitbetreuer:  Prof. Dietmar Kümmel
Ersteller: Steffi Böhm
Kurzbeschreibung:     

Das Ziel der Arbeit besteht darin, den theoretischen und praktischen Einsatz von innovationsrelevantem Kundenwissen in der augenoptischen Industrie zu untersu-chen, Potentiale freizulegen, sodass in Bezug auf die augenoptische Branche Aussagen über mögliche Informationslücken getroffen werden können. Es wird eine Bestandsaufnahme in Form einer Befragung zur Erfassung von innovationsrelevan-tem Kundenwissen in der augenoptischen Industrie gemacht und die Frage beantwortet, inwiefern eine Übertragbarkeit von derzeit erfolgreichen Kundenintegrie-rungsmodellen anderer Industriezweige auf die augenoptische Industrie möglich ist. Weiterhin ist festzustellen, ob die jetzigen Unternehmensstrukturen für die Aufnahme von innovationsrelevantem Kundenwissen geeignet und welche kundenzugänglichen Schnittstellen vorhanden sind, sowie deren Potential bzw. Ausnutzungsqualität. Außerdem wird offen gelegt, auf welche Art und Weise Kunden generell in die Gewinnung von Neuproduktideen integriert werden können. Insbesondere die Rolle des Augenoptikers als personenbezogene Schnittstelle wird kritisch bewertet.

Zur Aufnahme innovationsrelevanten Kundenwissens ist nun die Hersteller-Kunden-Kommunikation in geeigneter Art und Weise auszugestalten. Allerdings herrscht in der Augenoptikbranche, wie in den meisten Bereichen der Konsumgüterbranche, kein direkter Vertrieb, da die Produkte des Herstellers einerseits beim Augenoptiker weiterverarbeitet und verkauft bzw. unverändert weiterveräußert werden. Da der Augenoptiker folglich die Schnittstelle zum Kunden besetzt, wäre dessen Rolle in der Hersteller-Kunden-Kommunikation von zentralem Interesse. Augenoptiker könnten zum einen selbst eine Kundenwissensquelle sein, da sie als Weiterverarbeiter fachliche Ansprechpartner der Industrie sind. Sie beschäftigen sich mit den Erzeugnissen des Herstellers in ihrer täglichen Arbeit und bringen insofern ein großes Produkt- und Technikverständnis mit. Zum anderen kommen aber auch die Kunden des Augenoptikers als Wissensquelle in Betracht. Es stellt sich die Frage, inwieweit dieses Wissen von den Augenoptikern auch an die Hersteller weitergege-ben wird oder ob die Industrie die Augenoptiker hierzu gezielter motivieren müsste.

Insgesamt verfügt der Augenoptiker also über ein hohes Wissenspotenzial, das sich die Industrie im Rahmen der Gewinnung von Neuproduktideen zunutze machen könnte.