Studien- und Abschlussarbeiten

Skiaskopie am Hund

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2009
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Bachelorarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Annemarie Buser
Externer Betreuer: Dr. Jens Fritsche
Ersteller: Kerstin Bossert
Kurzbeschreibung:     

Diese Bachelorthesis beschäftigt sich mit der Anwendung der Skiaskopie beim Hund. 

Das Verfahren der Skiaskopie ist in der Humanmedizin eine bewährte Methode, objektiv eine Fehlsichtigkeit (Ametropie) und deren Ausprägung festzustellen. Da der Untersuchende bei diesem Verfahren nicht auf die Aussage des Prüflings über die Qualität seiner Sehleistung angewiesen ist, wird die Skiaskopie hauptsächlich in Fällen angewandt, bei denen keine konstruktive Mitarbeit des Patienten erwartet werden kann, also bei Säuglingen und Kleinkindern.
Das Interesse dieser Bachelorthesis liegt nun in der Anwendung eben dieser Untersuchung beim Hund, um vorliegende Fehlsichtigkeiten frühzeitig festzustellen. Das Verfahren könnte in die Vorsorgeuntersuchung von Zuchttieren oder potenziellen Nutzhunden aufgenommen werden, um vor Ausbildungsbeginn Fehlsichtigkeiten auszuschließen.
Darüber hinaus kann es als ein weiteres Diagnosemittel zur Abklärung von Verhaltensauffälligkeiten eingesetzt werden. Wenn vom Besitzer ein Verhalten beobachtet wird, das auf schlechtes Sehen hindeutet, aber keine anatomische Auffälligkeit oder pathologische Veränderung am Auge vorliegt, könnte eine Fehlsichtigkeit die Ursache des auffälligen Verhaltens sein.
Das Ziel der Arbeit ist es, eine praktikable und effiziente, auf den Hund zugeschnittene Methode der Skiaskopie zu entwickeln. Die Arbeit wird in Zusammenarbeit mit einer Tierarztpraxis für Augenheilkunde durchgeführt, die diese Untersuchung in ihr Angebot aufzunehmen plant.
Es wird zunächst auf die anatomischen und physiologischen Gegebenheiten beim Hund eingegangen und das Grundprinzip der Skiaskopie, wie sie beim Menschen durchgeführt wird, erläutert.
Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird vom Autor eine Methode entwickelt, die Skiaskopie bei Hunden so anzuwenden, dass eine schnelle und exakte Untersuchung möglich wird. Dazu zählt das Auffinden und Sammeln von auftretenden Problemen, Lösungen für diese Probleme zu finden und zu testen und darüber hinaus Anwendungshinweise auszuarbeiten.
Es werden Aspekte wie Reproduzierbarkeit, Anwendbarkeit und die anfallenden Kosten der Skiaskopie in ophthalmologischen Veterinärpraxen betrachtet.
Zudem werden Erkenntnisse über den Refraktionszustand des Hundeauges in Abhängigkeit von Kopfform, Alter und Größe gewonnen und diese mit vorangegangenen Studien verglichen.
Darüber hinaus wird das Verfahren in einer Tierarztpraxis für Augenheilkunde eingesetzt und dadurch in der tatsächlichen Praxisanwendung getestet.