Studien- und Abschlussarbeiten

Subjektive Validierung von Noniustests bei einem statischen Fusionsreiz

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2005
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Kunibert Krause
Externer Betreuer: Dr. –Ing. Wolfgang Jaschinski (IfADo)
Ersteller: Julia Buchholz
Kurzbeschreibung:     

Diese Diplomarbeit untersucht die messtechnische und praktische Validität von Noniustests mittels des computergesteuerten Sehtest-Programms eye-test PC, der von der Projektgruppe „Individuelle Sehleistungen" am Institut für Arbeitsphysiologie der Universität Dortmund (IfADo) entwickelt wurde (www.ifado.de/vision/).

Es wurden zwei von einander unabhängige Versuche durchgeführt, die den gleichen Aufbau hatten. Das Grundprinzip vom eye-test-PC (aufblinkende Noniuslinien) wurde bei beiden Versuchen erweitert. Diese Verfahren wurden erstmals an zehn bzw. zwölf Personen im Alter zwischen 18 und 31 Jahre angewandt.

Der Versuch „Wirkung psychometrischer Messverfahren und des vertikalen Noniuslinien-Abstandes" ist zum ersten Mal mit stationären Noniuslinien gemessen worden. Die Ergebnisse zeigten, daß der große Noniuslinienabstand (7,9°) bei der aufblinkende Methode zum weiteren Gebrauch in der Forschung nicht geeignet ist (r = 0.005). Beim Justierverfahren dagegen können sowohl 1° Noniuslinienabstand als auch 7,9° Noniuslinienabstand weiter angewendet werden.

Im Versuch „die Simulation der Fixationsdisparität durch unterschiedliche Sehabstände zum Fusionsreiz und zu den Noniuslinien" wurde der räumliche Abstand zwischen dem Fusionsreiz und den Noniuslinien ebenfalls zum ersten Mal simuliert. Die entstandenen Kurven haben die erwartete Steigung nicht erreicht und liegen 40% darunter.

Außerdem wurde das Phänomen von C. J. Erkelens „capture of visual direction" untersucht und seine Behauptung hat sich, unter diesen Bedingungen, nicht bestätigt.

Die Studie zeigte ausführlich, daß eine subjektive messtechnische Validierung der Noniustests ohne Augenbewegungsmessung möglich ist. Die Noniustests ergaben qualitativ die erwarteten Vergenzwerte, die durch bestimmte Vergenzreize induziert wurden. Die umfangreichen Messergebnisse können in weiteren Studien angewendet und erweitert werden.