Studien- und Abschlussarbeiten

Differenzierung in der Kontaktlinsenindustrie - Ist Private Label der richtige Weg?

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2007
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Anna Nagl
Zweitbetreuer:  Prof. Dietmar Kümmel
Ersteller: Ulrike Huber
Kurzbeschreibung:     

Die Diplomarbeit befasst sich mit dem Thema „Differenzierung in der Kontaktlinsenindustrie - Ist Private Label der richtige Weg?". Die Marke einer Ware hebt diese von anderen ab, indem sie implizit ihre Eigenschaften charakterisiert. Produkten ohne bekannte Markennamen, sogenannte no-named Produkte, haftet unabhängig von deren Qualität ein Negativ-Image an. Somit erfüllt eine Marke die Funktion der Orientierung und Identifizierung. Der Konsument erhält durch sie Entscheidungshilfen beim Kauf eines Produktes. Durch die Marke ist eine hohe Wiedererkennbarkeit bezüglich Qualität und vielem mehr für den Kunden gegeben. Der Handel hat durch einen Markenartikel den Vorteil der Erlösgarantie durch zum Beispiel einen schnelleren Lagerumschlag oder hohe Gewinnspannen. Die Beobachtung des aktuellen internationalen Kontaktlinsenmarktes zeigt die Stärken und Schwächen des deutschen Kontaktlinsenmarktes auf. Im Verhältnis zu England, den Niederlanden und den USA hat Deutschland einen sehr geringen Anteil an Kontaktlinsenträgern. Im internationalen Vergleich erreichen die Niederlande mit einem Anteil von 25 % Hartlinsenträger mit Abstand den höchsten Prozentsatz. Weltweit liegt dieser bei durchschnittlich 12 %. Der Anteil an Kontaktlinsenaussteigern ist in Deutschland mit einer Quote von 15 % relativ hoch. Die Gründe dafür sind Unverträglichkeit mit 51 % und Handhabbarkeitsprobleme mit 34 %. Als zukunftsträchtig wird unter Anbetracht der zukünftigen Bevölkerungsentwicklung das Segment der multifokalen Kontaktlinsen gesehen. Die eigene empirische Erhebung zeigt auf, dass auf dem deutschen Kontaktlinsenmarkt die Marken vom Kunden nicht als Marken gesehen werden bzw. ihm nicht als solche bekannt sind. Auch wurde der Augenoptiker von 64 % der Kontaktlinsenträger der deutschen Bevölkerung bei rückläufiger Tendenz als Hauptbezugsquelle für Kontaktlinsen ermittelt. Sich auf dem Kontaktlinsenmarkt mit Private Label zu etablieren, hat gute Zukunftsperspektiven. Der Kundenkreis kann bei geeignetem Marketing vergrößert und die Erlöse können gesteigert werden.