Studien- und Abschlussarbeiten

Neupositionierung der Augenoptik – Vom Handwerk zum Gesundheitsberuf

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Jahr:  2008
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Anna Nagl
Ersteller: Siggi Zerbig
Kurzbeschreibung:     

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Die Situation der mittelständischen Augenoptiker ist seit einigen Jahren aufgrund struktureller Veränderungen zunehmend schwierig geworden. Vor diesem Hintergrund entstand die Überlegung des Zentralverbandes der Augenoptiker (ZVA), den Beruf des Augenoptikers neu zu positionieren. Zur Klärung, ob eine Neupositionierung das Tätigkeitsfeld der Augenoptiker erweitern und so zur Umsatzsicherung der Betriebe beitragen könnte, hat der Zentralverband der Augenoptiker ein Gutachten bei dem Juristen Prof. Dr. Winfried Kluth in Auftrag gegeben, um den Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten abzustecken. Auf der Basis des Gutachtens haben die Innungsverbände der Augenoptiker mehrheitlich beschlossen, die Augenoptik als reglementiertes Gesundheitsgewerbe im Sinne der EU-Richtlinie höher zu positionieren. In der Praxis würde dies bedeuten, dass das Tätigkeitsfeld der Augenoptiker im Bereich der optometrischen Dienstleistungen erweitert werden würde. Ein Teil der heute dem Augenarzt vorbehaltenen Aufgaben dürfte dann auch von den Augenoptikern übernommen werden.

Die Diplomarbeit beschreibt im theoretischen Teil die wirtschaftlichen Probleme der Branche sowie die rechtlichen Rahmenbedingungen zum heutigen Zeitpunkt. Darauf folgend werden die notwendigen Veränderungen, welche sich durch die Höherpositionierung des Berufes ergeben würden, erläutert. Der Schwerpunkt der vorliegenden Arbeit liegt auf dem empirischen Teil. Hier wurde zum einen eine Befragung unter mittelständischen Augenoptikern durchgeführt, sowie zum anderen eine weitere Umfrage unter der fehlsichtigen Bevölkerung.

In der Auswertung der Befragung der Augenoptiker werden Meinungen und Standpunkte einzelner Branchenmitglieder dargestellt. Die Augenoptiker beurteilen die Situation der Branche sowie die Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung zum heutigen Zeitpunkt und geben ihre Einschätzung zur zukünftigen Entwicklung der Branche. Die Antworten sind zum Teil abhängig vom Alter, von der beruflichen Qualifikation sowie der beruflichen Position der Befragten. Diese Unterschiede werden ausführlich dargelegt.

Die Auswertung der Befragung der Bevölkerung beschreibt, welche Kriterien Kunden beim Augenoptiker besonders wichtig und welche Kriterien eher nebensächlich sind. Außerdem wird dargestellt, welcher Berufsgruppe die Befragten den Augenoptiker zuordnen und wie das Angebot von Vorsorgeuntersuchungen beim Augenoptiker aus heutiger Sicht angenommen werden würde. Die gegebenen Antworten werden auch in dieser Studie nach Alter und Beruf der Befragten aufgegliedert. Weiterhin wird zum einen danach unterschieden, ob der Kunde die letzte Brille bei einem traditionellen Augenoptiker oder bei einem Filialbetrieb gekauft hat. Zum anderen erfolgt eine getrennte Auswertung danach, ob der letzte Sehtest der Befragten beim Augenoptiker oder beim Augenarzt durchgeführt wurde.

Auf der Basis beider Studien werden schließlich im letzten Teil der Arbeit die Möglichkeiten zur zukünftigen Entwicklung der Branche kritisch betrachtet, und die sich ergebenden Chancen und Risiken beschrieben.