Studien- und Abschlussarbeiten

Gestaltung der Rückflächengeometrie für hydrophile Keratokonuskontaktlinsen

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2009
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Bachelorarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Andreas Holschbach
Zweitbetreuer:  Ralf Michels
Ersteller: Alexandra Lang
Kurzbeschreibung:     

Ziel

Das Ziel dieser Thesis ist es, eine geeignete Rückflächengeometrie für hydrophile Kontaktlinsen zur Keratokonusversorgung zu entwickeln, um die Keratokonuspatienten, die mit formstabilen Kontaktlinsen nicht zurechtkommen, optimal versorgen zu können, indem mit Kontaktlinse eine sphärische Wirkung auf dem Auge erzeugt wird.

Material und Methoden:

Für diese Studie wurden insgesamt 11 hydrophile Kontaktlinsen aus dem Material Contaflex GM3 49 % der Firma Contamac Ltd. mit verschiedenen Rückflächengeometrien hergestellt. Die Rückflächen dieser Kontaktlinsen wurden als spezielle Freiformflächen gefertigt, die dafür sorgen, dass die Aberrationen höherer Ordnung des Auges, insbesondere die Koma, korrigiert werden. Die Vorderfläche ist eine nahezu sphärische Fläche. Die Wirkungen der Kontaktlinsen wurden auf einem Probandenauge und einem speziell angefertigten Modellauge ausgewertet. Des Weiteren wurde beurteilt, wie sich gewisse Parameter wie die Anpassungsart (Flach- oder Parallelanpassung), der Durchmesser der Komazone, der Koma-Koeffizient und die Mittendicke auf die Wirkung der Kontaktlinsen auf einem Auge mit Keratokonus auswirken.

Ergebnisse:

Die Auswertung der Keratographenbilder verdeutlichte, dass eine Parallelanpassung mit höherer Exzentrizität eine vergleichbare Wirkung hat wie eine nach der Anpassregel (flachster zentraler HH-Radius + 1 mm) angepasste Kontaktlinse mit geringerer Exzentrizität. Des Weiteren zeigte sich am Probandenauge, dass der Durchmesser der Komazone mindestens genauso groß oder größer als der Durchmesser der optischen Zone (DoZ) der Kontaktlinse sein sollte, um den Keratokonus gut abdecken zu können. Auch der Einfluss der Mittendicke auf die Kontaktlinsenwirkung konnte nachgewiesen werden. Anhand der Keratographenaufnahmen wird deutlich, dass sich dünnere Kontaktlinsen (dM = 0,15 mm) besser an die Hornhaut anschmiegen und eine sphärische Wirkung auf dem Modellauge erzeugen, wenn der Kontaktlinsendurchmesser den Durchmesser der Hornhaut nicht übersteigt.

Schlussfolgerung:

Um das Problem, dass sich die sphärische Wirkung der Kontaktlinse auf dem Modellauge nicht aufrechterhalten lässt, sobald der Kontaktlinsendurchmesser größer als der Hornhautdurchmesser ist, lösen zu können, sollte versucht werden, den Rand der Kontaktlinse nicht asphärisch, sondern mehrkurvig zu gestalten. Das hätte den Vorteil, dass man den Rand der Kontaktlinse besser an die Peripherie der Hornhaut und über den corneoscleralen Übergang hinaus anpassen kann.