Studien- und Abschlussarbeiten

Die Änderung der Pupillenform durch das Vorschalten von richtungsabhängigen unscharfen Bildern

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2005
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer: 
Ersteller: Danny Köhler
Kurzbeschreibung:     

In dieser Studie wurde untersucht, ob Pupillenveränderungen vorliegen, wenn dem Auge meridional unscharfe Bilder dargeboten werden und ob die Pupillenform oder Pupillenlage durch die jeweilige Fehlsichtigkeit beeinflusst wird. Es wurden 12 Probanden im Alter von 18-32 Jahren (25,3 ± 2,64 Jahren) untersucht und gemessen. Diese setzten sich aus vier emmetropen-, vier myopen-(bis sph -3 dpt) und vier hyperopen Pobanden (bis sph +3 dpt) zusammen. Die Durchführung des Experimentes erfolgte in neun Konditionen mit je 10 Messungen. Die richtungsabhängige Unschärfe wurde durch positive Planzylinder in verschiedener Stärke und Achslage erzeugt. Mit Hilfe eines speziell entwickelten Instrumentes („PupIm") und eines Computerprogrammes („Eye-Metrics") konnten die elliptischen Daten der Pupillenform und -lage berechnet werden. Folgende Ergebnisse wurden ermittelt. Durch das Vorschalten eines positiven Planzylinderglases von +4 dpt inverschiedenen Achslagen wurde berechnet, dass bei den gemessen Probanden mehr Veränderungen im Ellipsenwinkel (φ ) (29,17 %) als im Gestaltsfaktor (g)  10,41 %) auftreten. Gleiche Ergebnisse fanden sich bei Veränderung der Zylinderglasstärke mit konstanter Achslage (90°). Es wurde außerdem analysiert, dass bei einer Langzeiteinwirkung eines Planzylinderglases mit +4 dpt A 90° für fünf Minuten in den Gegenüberstellungen zu drei achsverändernden Konditionen (45°, 90°, 180°) signifikante Veränderungen der Messwerte im Ellipsenwinkel (φ ) und Gestaltsfaktor (g) auftreten. Des Weiteren konnte anhand der Berechnungen dargelegt werden, dass statistisch gesicherte Unterschiede der verglichenen Paare bezüglich des Gestaltsfaktors (g) verschieden von denen des Ellipsenwinkels (φ )  ind. Untersuchungen hinsichtlich der Fehlsichtigkeiten ergaben, dass die Pupillenform bei hyperopen Probanden elliptischer ist, als die der emmetropen- und myopen Probanden. Die Pupillenformen der emmetropen- und myopen Probanden wiesen keine statistisch gesicherten Unterschiede auf. Bezüglich der Betrachtung der Pupillenlagen der drei Testgruppen, konnten keine Unterschiede festgestellt werden. Anhand der vorliegenden Messwerte konnte außerdem analysiert werden, dass sich die meisten Veränderungen durch das Vorschalten unterschiedlich positiver Planzylinder bei den rechtsichtigen (emmetropen) Probanden darstellen. Durch das Vorschalten von richtungsabhängigen unscharfen Bildern wurden Veränderungen der Pupillenform und Pupillenlage gemessen. Diese Veränderungen selbst werden beeinflusst vom jeweiligen „Unschärfegrad", der meridionalen Lage des scharfen Teils des Bildes, der Fehlsichtigkeit und der Sensibilität des jeweiligen Auges bzw. der cerebralen Verarbeitung.