Studien- und Abschlussarbeiten

Einfluss visueller Stimuli auf otoakustische Emissionen (OAE)

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2007
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Eckhard Hoffmann
Ersteller: Steffen Kreikemeier
Kurzbeschreibung:     

Dr. H. Fastl, Professor am Lehrstuhl für Mensch-Maschine-Kommunikation der Technischen Universität München, veröffentlichte 2004 zusammen mit Dr. Christine Patsouras die Arbeit „Das Geräusch, das aus der Farbe kommt." Im Rahmen dieser Arbeit wurde die audio-visuelle Interaktion untersucht. Dabei spielte man den Probanden das Geräusch eines vorbeifahrenden ICEs vor. Dazu bekamen die Probanden auf einer 3 x 3 Meter großen Leinwand nacheinander einen ICE dargeboten. Die Abbildungen unterschieden sich darin, dass der eine ICE rot, der andere grün eingefärbt war. Einen dritten beließ man in der serienmäßigen Farbgebung der Deutschen Bahn. Die Probanden gaben den roten ICE lauter an als den grünen, obwohl alle drei mit dem gleichen Pegel dargeboten wurden.

Dies zeigt, dass es eine enge Verknüpfung von Hören und Sehen, die in dieser Arbeit anhand der Änderung der otoakustischen Emissionen (OAE) untersucht wurde. Bei den OAE handelt es sich um Geräusche, die im Innenohr entstehen und über das Trommelfell abgestrahlt werden. Um eine Änderung auszulösen, wurde für diese Diplomarbeit eine DVD mit verschiedenen Videosequenzen entwickelt, die den visuellen Reiz bildeten. Die OAE wurden gemessen, während die Probanden die jeweiligen Filmausschnitte ansahen Es nahmen insgesamt 55 Personen teil. Davon acht ausschließlich am Pretest. Die Messdaten einer Person konnten aufgrund der nur bedingt ableitbaren OAE nicht verwendet werden. Es hat sich gezeigt, dass der kochleare Verstärker eine sehr hohe Kontinuität aufweist.