Studien- und Abschlussarbeiten

Algorithmen zur Herstellung optischer Freiformflächen mit einem Excimer-Laser

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2005
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Andreas Holschbach
Zweitbetreuer:  Prof. Dr. Rainer Börret
Ersteller: Patrik Kroth
Kurzbeschreibung:     

Ziel dieser Diplomarbeit ist die Programmierung geeigneter Rechenalgorithmen zur Herstellung optischer Freiformflächen. Dazu gehört die Verknüpfung der Algorithmen mit dem bereits bestehenden Programm ZLins (Wörz, 2001) und die Herstellung einzel-ner Präparate aus PMMA mit einem Excimer-Laser zur Beurteilung der Güte der Algo-rithmen. Diese Diplomarbeit entstand während eines Projektes im Studiengang Augen-optik der Hochschule Aalen. Das Projektziel ist die Versorgung von Keratokonuspatien-ten mit optisch individuell angepassten, formstabilen Kontaktlinsen. Bei Keratokonus (Bron, 1988) (Wollensak, 1987) handelt sich um eine nicht entzündliche, meist fort-schreitende, teils erblich bedingte (Hallermann, 1977) Stromaverdünnung der Cornea mit einer daraus resultierenden kegelförmigen Vorwölbung. Schon 1961 räumte Smir-nov ein, dass die Anfertigung von Kontaktlinsen, die die Wellenfrontfehler des Auges kompensieren, prinzipiell möglich ist (Smirnov, 1961). Bei der Versorgung werden nicht nur Aberrationen erster Ordnung des Auges, also sphäro-zylindrische Abweichun-gen berücksichtigt, sondern auch Aberrationen höherer Ordnung (Thibos, 2003) korri-giert. Gerade bei Keratokonuspatienten sind die Aberrationen höherer Ordnung, insbe-sondere die Koma, signifikant stärker ausgeprägt. Dies ist auf die häufig vorkommende Dezentration des Hornhautapex bei Keratokonus zurückzuführen (Maeda, 2002). Diese Aberrationen werden nach Anpassung einer optimal sitzenden formstabilen Kontaktlin-se mit einem Shack-Hartmann-Wellenfrontsensor (Liang, 1994) (Maeda, 2002) (Thibos, 2000) gemessen, der die Abweichung der Wellenfront in Form von Zernike-Koeffizienten (Carvalho, 2002) (Lingelbach, 1999) ausgibt. Es soll also der resultieren-de Wellenfrontfehler eines Systems bestehend aus Kontaktlinse, Tränenlinse, Cornea und Restauge durch Veränderung der Kontaktlinsenvorderfläche korrigiert werden. Durch die zusätzliche Korrektion Aberrationen höherer Ordnung, wie Koma oder sphä-rischer Aberration, soll beispielsweise auch in der refraktiven Hornhautchirurgie, ein weiterer Visusanstieg erzielt werden (Schwiegerling, 1998) (Mrochen, 2001) (Panago-poulou, 2001).