Studien- und Abschlussarbeiten

Studie zur Eignung von neuartigen Silikonhydrogel Kontaktlinsen als Medikamententräger und/oder Verbandlinse

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2003
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Bernd Lingelbach
Externer Betreuer: M.S. Dipl. -Ing. (FH) Wolfgang Sickenberger
Ersteller: Carl Carsten Schiffer
Kurzbeschreibung:     

Ziel der Diplomarbeit war herauszufinden, ob das neue Kontaktlinsenmaterial der Fluo-Silikon-Hydrogel Klasse Lotrafilcon A (Focus® NIGHT & DAYTM) als Medikamententräger geeignet ist. Hierzu wurde in einer in vitro Studie das Aufnahmeverhalten der Linsen für die Antiallergika Cromoglicinsäure-dinatrium (Vividrin® iso EDO®) und Ketotifen-hydrogenfumarat (ZADITEN® OPHTHA) untersucht. Die Ergebnisse  dieser Studie zeigten deutlich, dass das Kontaktlinsenmaterial Lotrafilcon A, entgegen der Eigenschaften von klassischen Hydrogelen, die Wirkstoffe Cromoglicinsäure-dinatrium und Ketotifen-hydrogenfumarat nicht aufnimmt und daher als Medikamententräger nicht eingesetzt werden kann. Die Wirkstoffe Cromoglicinsäure-dinatiurm und Ketotifen-hydrogenfumarat wurden entsprechend der Konzentrationen der Medikamente Vividrin® iso EDO® und ZADITEN ® OPHTHA in isotonischer Kochsalzlösung gelöst. Anschließend wurde die Kontaktlinse Focus® NIGHT & DAYTM in den Stärken +3,00 sph, -0,00 sph und -3,00 sph für bestimmte Zeitintervalle in diesen Lösungen eingelagert. Mittels der UV/VIS Spektroskopie wurde nun das Absorptionsspektrum der Flüssigkeiten vor und nach entsprechendem inlagerungsintervall der Kontaktlinsen bestimmt. Die Differenz der gemessenen Absorptionsspektren ergab den Aufnahmewert der zu prüfenden Wirkstoffe im Kontaktlinsenmaterial.Vergleicht man die Aufnahmewerte der Cromoglicinsäure-dinatrium und des Ketotifenhydrogenfumarates so ist festzustellen, dass nur beim Wirkstoff Ketotifenhydrogenfumarat ein Aufnahmeverhalten nachgewiesen werden konnte. Jedoch sind diese Werte so gering, dass nicht davon ausgegangen werden kann, dass diese zu einer therapeutischen Behandlung ausreichen.Fasst man dieses Ergebnis zu einem Gesamturteil zusammen, so wurde in dieser vorliegenden Arbeit erstmals bewiesen, dass das Kontaktlinsenmaterial Lotrafilcon A keine therapeutisch wirksamen Mengen von Cromoglicinsäure-dinatrium und Ketotifen-hydrogenfumarat aufnimmt und somit während einer medikamentösen Behandlung laut Verordnung nicht auf das Kontaktlinsentragen verzichtet werden muss.