Studien- und Abschlussarbeiten

3D Längenmessung eines endodontischen Zahnwurzelkanals mit dem Stereo-Operationsmikroskop

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2008
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Peter Baumbach
Externer Betreuer: Joachim Luber
Ersteller: Jochen Hegenbart
Kurzbeschreibung:     

Zusammenfassung der Aufgabenstellung:

Das primäre Ziel dieser Arbeit war es, die Machbarkeit für ein ergänzendes Verfahren auf Basis stereoskopischer Aufnahmen mit einem Operationsmikroskop neben der elektrometrischen Vermessung zur Ermittlung von Zahnwurzelkanallängen in der zahnmedizinischen Disziplin Endodontie zu entwickeln, sowie die Durchführbarkeit, Präzision und Reliabilität des Verfahrens zu prüfen. Die neue Methode soll eine Vielzahl von bisher notwendigen Röntgenaufnahmen zur Vermessung und Kontrolle von Arbeitsvorgängen ersetzen und die Behandlung gesünder gestalten.

Vorgehensweise:

Eine Auswahl von Testzähnen wurde endodontisch aufbereitet und in zwei unabhängigen Messreihen röntgenologisch nach aktuellem Stand der Technik digital vermessen; die Messwerte wurden innerhalb der Methode statistisch untersucht. Von den Zahnwurzelkanälen wurden in einem nächsten Schritt stereoskopische Aufnahmen über ein Operationsmikroskop angefertigt. Die Aufnahmen wurden über ein für die Methode implementiertes Triangulationsverfahren ausgewertet und die Kanallängen ermittelt. Abschließend wurden die Messwerte innerhalb der Methode, sowie gegen die Messwerte der klassischen Techniken statistisch geprüft und einem Referenzwert gegenübergestellt.

Ergebnisse der Arbeit:

Die Machbarkeit, die Präzision und die Reliabilität der optischen Vermessung wurde durch diese Arbeit bestätigt. Als Einschränkung ist die Quote von lediglich 60% gegenüber der Gesamtheit der Zahnwurzelkanäle zu nennen, die mit der neuen Methode vermessbar sind. Die allgemein anerkannte Toleranz von ±0,5mm bei der Ermittlung der Kanallänge wird von den klassischen und der neuen Methode eingehalten. Die augenscheinlich geringe Quote der vermessbaren Wurzelkanäle bedeutet jedoch eine starke Reduktion der notwendigen Röntgenbilder während einer endodontischen Behandlung. Der schlussfolgernde, ergänzende Ansatz fixiert bzw. erhöht die Quote zusätzlich.