Studien- und Abschlussarbeiten

Fertigung und Anpassung hydrophiler Keratokonuslinsen mit Freiformflächen

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2008
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Andreas Holschbach
Ersteller: Sebastian Maßling
Kurzbeschreibung:     

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Ziel: Primäres Ziel dieser Studie war es, Keratokonuspatienten mit hydrophilen Kontaktlinsen mit Freiformflächen zu versorgen. Diese Freiform sollte auf der Rückfläche dafür sorgen, dass sich die Kontaktlinse nicht dezentriert, faltet und schließlich aus dem Auge fällt, auf der Vorderseite dafür, dass die Abbildungsfehler korrigiert sind. Material und Methoden: Es wurden insgesamt eine formstabile Kontaktlinse und zehn hydrophile Kontaktlinsen sukzessiv mit unterschiedlichen Geometrien gedreht [DAC International Inc, USA], poliert und an 2 Probanden mit Keratokonus ausgewertet. Zusätzlich wurde eine handelsübliche Acuvue Eintages-Kl zum Vergleich herangezogen. Ergebnisse: Die Auswertungen der Videokeratografien über die Kontaktlinsen auf den Probandenaugen zeigten bei hochhydrophilen Materialien (Contaflex GM3 49 %, Contaflex 75%, Acuvue als industrielle Vergleichslinse) ein Anschmiegen der Kontaktlinsenrückfläche an die Hornhaut. Die Kontaktlinsenvorderfläche spiegelte die Topometrie der Keratokonushornhaut wieder. Hydrophile Kontaktlinsen mit einer Mittendicke über 1/10 mm zeigten eine charakteristische aber irreguläre Verformung der Kontaktlinsenvorderfläche in der Videokeratografie. Die Addition der Überrefraktion (Sphäre, Zylinder, Koma) führte in allen Fällen zu dickeren (> 2/10 mm) Kontaktlinsen und damit zu irregulären nicht vorhersagbaren unsymmetrischen Verzerrungen der  Kontaktlinsenvorderfläche auf dem Auge. Ein kreisförmiger Ring auf der Vorderfläche konnte den Einfluss der irregulären Verformung auf die optische Zone zwar reduzieren, aber nicht aufheben. Die Auswertung von Stabilisierung, Abbildungsfehler höherer Ordnung und Tragkomfort wurde verfolgt, da schon die sphärozylindrische Korrektur unzulänglich war. Schlussfolgerung: Die pragmatische Fertigung von hydrophilen Kontaktlinsen mit Freiformflächen zur Versorgung des Keratokonus war vermutlich mangels detaillierter Kenntnisse zum Hydrations- und Verformungsverhalten nicht möglich, sondern erfordert möglicherweise die vorherige Simulation. z.B. durch finite Elemente.