Studien- und Abschlussarbeiten

Anwendungsstudie zur Orthokeratologie

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2004
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Bernd Lingelbach
Externer Betreuer: Hecht Contactlinsen
Silke Lohrengel
Ersteller: Susanne Käsbohrer
Kurzbeschreibung:     

Die Orthokeratologie ist eine weitere Methode zur Myopiekorrektion mittels einer speziellen formstabilen Contactlinse, die zurzeit in Deutschland immer populärer wird. Mit Hilfe der speziellen Rückfläche der OK-Contactlinse findet eine Modellierung der Hornhautvorderfläche statt, die zu einer zeitweiligen Verminderung der Myopie führt. Das bedeutet, dass der OK-Anwender nach Absetzen der OK-Contactlinse keine Sehhilfe mehr benötigt. Für die Modellierung der Hornhautvorderfläche genügt das Tragen der OK-Contactlinse während der Schlafphase, um bis zur nächsten Schlafphase von der Myopie „befreit" zu sein. Diese Unabhängigkeit ist auch der größte Ansporn der OK-Anwender, sich für die OK-Contactlinsen oder „Schlaflinsen" zu entscheiden. Für die OK-Anwender verbessert sich jedoch nicht nur die unkorrigierte Sehleistung, sondern für einige sogar nach eigener Aussage die Lebensqualität. Die Erfahrung zeigt, dass diejenigen, die Interesse an der Orthokeratologie zeigen, entweder unzufriedene Contactlinsenträger sind oder den Wunsch haben, von keiner Sehhilfe tagsüber abhängig zu sein, oder auch Bedenken vor einer Laserbehandlung haben. Für die vollständige Reduktion der Myopie mit den derzeit verwendeten „double reversen" - Geometrien sind im Gegensatz zu den früher verwendeten Geometrien nur noch ein paar Tage notwendig. Es gibt sehr viele unterschiedliche Ansichten, bei welchen Kurzsichtigkeiten die Orthokeratologie angewendet werden kann. In China werden zum Beispiel Myopien bis zu zehn Dioptrien korrigiert. Die meisten Hersteller in Deutschland empfehlen jedoch, eine Korrektion bis zu -4,0 dpt vorzunehmen. Die OK-Anpassung (Orthokeratologie-Anpassung) unterscheidet sich grundlegend von der Anpassphilosophie herkömmlicher Contactlinsen. Dies ist auch der entscheidende Kritikpunkt der Orthokeratologiegegner. Während bei bisherigen Contactlinsenanpassungen eine Veränderung der Hornhautform vermieden wird und dies als oberstes Gebot jeder  Contactlinsenanpassung gilt, wird bei der Orthokeratologie auf die Form der Hornhaut  Einfluss genommen. Dies stellt eine neue Herausforderung an den  Kontactlinsenspezialisten dar, insbesondere die oft vernachlässigte Spaltlampenbeobachtung und das Kundenmanagement. Der theoretische Teil der Diplomarbeit beschäftigt sich hauptsächlich mit der „Overnight" Orthokeratologie und der Anwendung von OK-Contactlinsen mit „double reverser" - Geometrie.

In Themengebieten, in denen die Ergebnisse von der Geometrie der OK-Contactlinse unabhängig sind, werden sowohl Studienergebnisse von den „single reversen" - als auch den „double reversen" - Geometrien erwähnt.