Studien- und Abschlussarbeiten

Evaluation des Aalener-Satztests mit männlicher Sprecherstimme

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2007
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Eckhard Hoffmann
Ersteller: Beatrice Larisch
Kurzbeschreibung:     

Das Ziel des "Aalener-Satztests" ist es, dem/der Hörgeräteakustiker/in ein Werkzeug für möglichst genaue, realitätsnahe Sprachverständlichkeitsmessungen und anschließende Analysen zu bieten. Für die Entwicklung des Testmaterials orientierte man sich hauptsächlich am bereits etablierten "Oldenburger-Satztest", da dieser ebenfalls komplette Sätze testet. Trotzdem steuerten auch Erfahrungswerte mit anderen Sprachtests, wie dem Freiburger-Sprachtest, zur Entstehung verschiedener Denkansätze bei. Das resultierende Testmaterial besteht aus ganzen Sätzen, die aus verschiedenen Wortgruppen (Namen, Verben, Präpositionen, Uhrzeiten und Ortsangaben) gebildet werden, und ist auf die durchschnittliche deutsche Sprache abgestimmt. Es wurde jeweils einmal mit einer weiblichen und einer männlichen Stimme aufgenommen. Im Rahmen der, an normalhörenden Probanden, durchgeführten Verständlichkeitstests, wurde jeweils dasjenige Verhältnis zwischen einem "weißen" Störrauschen und der Teststimme (SNR-Verhältnis) ermittelt, bei dem durchschnittlich 50% der Testsprache verstanden wird (L50-Wert). Die anschließende Auswertung dieser L50-Werte, zeigt eine generell schlechtere Verständlichkeit der männlichen Teststimme um ca. 4dB, im Vergleich zur weiblichen. Jedoch besteht die Möglichkeit diese Differenz auszugleichen, indem bei zukünftigen Messungen die männliche Teststimme mit einem, um 4dB erhöhten, Schalldruckpegel dargeboten wird. Somit ist das Testsprachmaterial des "Aalener-Satztests" als praxistauglich zu bewerten und kann für weitere Entwicklungen gut genutzt werden.