Studien- und Abschlussarbeiten

Leitfaden für „gelebtes“ Seniorenmarketing in der Augenoptik

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2006
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Anna Nagl
Zweitbetreuer:  Prof. Dietmar Kümmel
Ersteller: Rebekka Fritsch
Kurzbeschreibung:     

In Deutschland und anderen Industrienationen zeigt sich ein dramatischer demografischer Wandel. Bedingt durch die gestiegene Lebenserwartung und die Geburtenrückgänge altert die deutsche Gesellschaft. Dies zieht Konsequenzen mit sich, die derzeit umfassend diskutiert werden, da diese Veränderungen in vielen Bereichen Erneuerungen und Umgestaltungen mit sich bringen. Befragt man ältere Menschen, wird man schnell feststellen, dass die Anzahl an Lebensjahren nicht mehr mit dem Gefühl „alt zu sein" übereinstimmt. Die Gruppe der heutigen Senioren ist längst keine Randgruppe mehr und rutscht immer öfter ins öffentliche Interesse. Es vollzieht sich also ein immer deutlicherer Wandel. Senioren werden selbstbewusster und wehren sich gegen Ausgrenzung in der Gesellschaft. Sie gönnen sich Luxus und genießen das Alt und Erfahren sein. Die Entwicklung zeigt selbstsichere, gut informierte und starke Senioren.

Es sind die über 50-jährigen, die als einzige Zielgruppe ein fortwährendes, stark wachsendes Umsatzpotential aufweisen und bereits heute ist jeder Dritte älter als 50 Jahre. In nur zehn Jahren werden es bereits 40% sein. Der Anteil der unter 29-jährigen geht hingegen stark zurück. Die Augenoptik versorgt Jahr für Jahr einen großen Teil der über 50-jährigen mit Produkten und Dienstleistungen und sollte ihr deshalb auch die entsprechende Aufmerksamkeit schenken. Um die Forderungen und Anliegen der Senioren an die Augenoptik besser verstehen und in das Marketing mit einbeziehen zu können, wurde im Zuge dieser Arbeit eine Umfrage durchgeführt, die verschiedene Aspekte behandelt, wie etwa das Kaufverhalten, Werbung, Vorlieben bei der Ladengestaltung und ähnliches.

Besonders die augenoptische Branche lebt von älteren Menschen. Die so genannte „Alterssichtigkeit" ist nur ein Grund, warum die meisten älteren Personen zwangsläufig um einen Augenoptikerbesuch nicht herum kommen. Die Brille ist eben in erster Linie kein Luxus- oder Lustprodukt. Sie wird für die alltäglichen Dinge benötigt, ist für viele Menschen lebensnotwendig und dadurch ein Mussprodukt. Die Kunden im Alter über 50 benötigen also die Augenoptiker und es liegt nun an jedem selbst, diese Käufergruppe geeignet anzusprechen und zu erreichen. Ist der Kunde mit der Betreuung und Versorgung ebenso zufrieden wie mit dem gekauften Produkt, so ist er durchaus bereit einen angemessenen Preis für Ware und Dienstleistung zu zahlen, das Unternehmen bei Freunden und Bekannten weiter zu empfehlen und Stammkunde zu werden.

Schon heute tragen 75% der 45- bis 59-jährigen und 93% der über 60-jährigen in Deutschland eine Brille.

Es sollte deshalb für jeden Augenoptiker selbstverständlich sein, ein seniorengerechtes Marketing zu verfolgen. Die Arbeit soll als Leitfaden dienen, der sowohl die Bedürfnisse der Senioren behandeln, als auch Ideen für „gelebtes Seniorenmarketing" in der Augenoptik liefern will.