Studien- und Abschlussarbeiten

Presbyopiekorrektion mittels eines alternierenden Weichlinsensystems und ihr Einfluss auf die Gesamtheit der visuellen Funktionen unter Berücksichtigung verschiedener Linsendesigns

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2006
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Kunibert Krause
Zweitbetreuer:  Ralf Michels
Ersteller: Stefanie Schäfer
Kurzbeschreibung:     

Mit der sich verändernden Altersstruktur steigt auch das Bedürfnis nach Alternativen der Presbyo-piekorrektur. Die Ansprüche an die kombinierte Nah- und Fernkorrektur werden individueller und anspruchsvoller. Durch das Bedürfnis „brillenfrei" zu leben steigt auch das Interesse an Kontaktlin-sen. Aus diesem Grunde existieren bereits eine Vielzahl von Mehrstärkensystemen auf dem Lin-senmarkt.

In den meisten Fällen besteht die Problematik der Mehrstärkensysteme darin, dass die Kontaktlin-sen die altersbedingten Veränderungen des Auges zusätzlich negativ beeinflussen. Seit Dezember 2004 ist eine neue hydrophile Mehrstärkenlinse auf dem Kontaktlinsenmarkt: die alternierende weich Linse ECCO Royal der Firma MPG & E. Sie ist mit verschiedenen Nahteilformen erhältlich. Zu-sätzlich kann zwischen zwei Nahteilwinkeln gewählt werden 150° und 170°.

Die Zielsetzung der Studie besteht darin, die Funktionen der Linse mit dem Nahteilwinkel von 150° und dem Winkel von 170° im Vergleich zur Messbrille zu untersuchen. Zusätzlich werden die visuel-len Eigenschaften der beiden Linsendesigns untereinander analysiert. Der Rahmen dieser Diplom-arbeit umfasst 25 Probanden, denen jeweils die Kontaktlinsen ECCO Royal 150° und ECCO Royal 170° angepasst werden. Die Tragezeit der Linsen beläuft sich auf jeweils drei Wochen. Verschiede-ne Untersuchungen dienen dazu, die visuellen Leistungen der Kontaktlinsen zu prüfen, und unter den Gesichtspunkten Visus, Kontrastempfindlichkeit und Stereosehen werden die visuellen Merk-male der Linsen betrachtet.

Neben den objektiven Messungen wird außerdem mittels einer Probandenbefragung der subjektive Eindruck der Testpersonen über die beiden Linsen unter Berücksichtigung von Nah- und Fernseh-schärfe, Dämmerungs- und Tagessehen und Verträglichkeit untersucht.

Die Ergebnisse der Studie zeigen, dass mit beiden Testlinsen sowohl in der Nähe als auch in der Ferne binokular eine relativ „gute" Sehschärfe von den meisten Probanden erreicht wird. Allerdings muss eine gründliche Anamnese vor der Anpassung der Testlinsen stattfinden um festzustellen welches der beiden Linsendesigns mit welcher Nahteilform für die individuellen Bedürfnisse des Probanden die bestmöglichsten sind.