Studien- und Abschlussarbeiten

Die Eingangs- / Ausgangsfunktion der transitorisch evozierten otoakustischen Emissionen und ihre Eignung zur Hörschwellenbestimmung

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2006
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Eckhard Hoffmann
Ersteller: Melanie Polzer
Kurzbeschreibung:     

In der pädaudiologischen Diagnostik zählt die Messung der otoakustischen Emissionen (OAE) mit zu den wichtigsten objektiven audiometrischen Diagnoseverfahren. Das Ziel dieser vorliegenden Arbeit besteht darin zu prüfen, ob und gegebenenfalls in welchem Maße sich die transitorisch evozierten otoakustischen Emissionen (TEOAE) zur quantitativen objektiven Hörschwellenbestimmung nutzen lassen, da bisher mit Hilfe der TEOAE-Messungen nur qualitative Aussagen bezüglich des Hörverlustes möglich sind. Um dies zu untersuchen wurde sowohl im nonlinear mode als auch im linear mode gemessen, da im nonlinear mode nicht die vollständigen TEOAE erfasst, sondern nur die DNLR (derived nonlinear response). Insgesamt wurden die TEOAE an 60 Ohren von 31 normalhörenden Probanden bis hinab zur Reizantwortschwelle im Reizpegelbereich von 84 dB SPL bis 27 dB SPL gemessen. Für die Auswertung wurde die korrigierte mplitude bestimmt und über dem Reizpegel aufgetragen. Außerdem wurde jede Messung in vier getrennte Zeitfenster zur Bestimmung der Schwerpunktfrequenzen zerlegt. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass sich eine frequenzspezifische Hörschwellenabschätzung mit Hilfe der Messung der TEOAE nur schwer realisieren lässt. Ziel dieser Studie war es jedoch auch zu untersuchen, welche Möglichkeiten die beiden unterschiedlichen Messmodi (linear und nonlinear mode) für die klinische Diagnostik bieten. Grundsätzlich lässt sich sagen, dass die im linear mode gemessenen TEOAE deutlich weniger verrauscht sind, als die im nonlinear mode gemessenen TEOAE und sich für die Bestimmung der Reizantwortschwelle besser eignen. Der Zusammenhang zwischen Latenz und Reizfrequenz ist noch nicht deutlich beschrieben und es bedarf weiterer Messungen an schwerhörigen Patienten, um eine eventuell bestehende Eignung zur klinischen Diagnostik nachzuweisen.