Studien- und Abschlussarbeiten

Ein Leitfaden zum neuen Rating nach "Basel II"

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2002
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Anna Nagl
Ersteller: Bernd Kittel
Kurzbeschreibung:     

Der Ratingprozess beschränkt sich seit geraumer Zeit nicht mehr nur auf die Analyse der betriebswirtschaftlichen Kennzahlen, sondern wird verstärkt durch die sogenannten weichen Faktoren ergänzt. Bei der klassischen Kennzahlenanalyse werden lediglich die "nackten" Zahlen berücksichtigt. Computergestützte Auswertungen der Kennzahlen zur Ertrags- und Finanzlage und zur Bilanzstruktur messen das Unternehmen an definierten, auf Erfahrungswerte aus Unternehmensentwicklungen aus der Vergangenheit basierenden, Maßstäben. Diese Bewertungsskalen werden von den Kreditinstituten gut gehütet. Aus diesem Grund stehen auch, wenn überhaupt, nur spärliche Informationen zur Verfügung, wie die Kennzahlen im Detail zu interpretieren sind. Zur Verdeutlichung wird zusätzlich an einem Beispiel die Berechnung der Kennzahlen beispielhaft vorgeführt. Die Untersuchung der weichen Faktoren gewinnt neben der Kennzahlenanalyse immer mehr an Bedeutung. In diesem Teil des Ratingprozesses werden personenbezogene Informationen, wie Qualifikation und Erfahrung der Unternehmensleitung / des Managements und wichtigen Mitarbeitern sowie eine konkrete Nachfolgeregelung genau untersucht. Je geeigneter die persönliche und fachliche Eignung der wichtigen Personen im Unternehmen ist, desto besser sind die Zukunftsprognosen für das Unternehmen und desto besser natürlich das Rating und somit die Kreditkonditionen. Neben der Darstellung der gegenwärtigen Situation des Unternehmens als Basis für die Zukunftsplanung, ist die realistische Zukunftsplanung des Unternehmens ein weiteres wichtiges Bewertungskriterium. Auch hier kann eine klare Verbindung zwischen der Qualität der Planung und dem Ergebnis des Ratings hergestellt werden. Es gilt dabei: Je präziser und realistischer, desto günstiger die Kredite. Zu guter letzt spielt auch die Gestaltung der Kreditverhandlungen eine nicht unbedeutende Rolle. Ob dies wesentliche bessere Ratings zum Ergebnis hat ist aber weniger wahrscheinlich. Vielmehr zeigt sich aber hier ebenfalls die Fähigkeit gut planen zu können. Der Vorteil liegt eher in der Effizienz, denn einmal gut vorbereitet lassen sich mehrere Kreditverhandlungen in kürzerer Zeit führen.