Studien- und Abschlussarbeiten

Berechnung der Kardinalpunkte, des lateralen Abbildungsmaßstabes sowie der Position und Größe der Purkinjebilder im paraxialen Raum bei pseudophaken Augen mit Ein- und Mehrlinsensystemen

* Dieses Thema wurde/wird bereits bearbeitet.
 
Jahr:  2004
Studiengang:  Augenoptik / Augenoptik & Hörakustik
Kategorie:  Diplomarbeit
Erstbetreuer:  Prof. Dr. Kunibert Krause
Externer Betreuer: Priv.-Doz. Dr.hum.biol. Achim Langenbucher
Ersteller: Christina Jakob
Kurzbeschreibung:     

Die Implantation Intraokularer Linsen (IOL) nach Katarakt Extraktion gehört zu den am häufigsten durchgeführten Operationen in Europa. Mit den herkömmlichen IOL können pseudophake Patienten in aller Regel nicht akkommodieren. Diesen Mangel soll eine neue Generation von so genannten akkommodativen IOL beheben. Zur Entwicklung dieser Linsen ist es wichtig, die Längen- und Abstandsverhältnisse sowie die Krümmungen der brechenden Flächen im vorderen Augenabschnitt zu kennen. Diese Parameter lassen sich optisch mit Hilfe der Purkinjebilder, den Spiegelbildern einer äußeren Lichtquelle an den verschiedenen Grenzflächen der optischen Augenmedien, bestimmen. Purkinjebilder sind in der ophthalmologischen Optik schon lange bekannt, ihr Potential wird aber in aller Regel unterschätzt. Sie ermöglichen z.B. die optische Akkommodationsbestimmung am lebenden Auge mit Hilfe ihrer axialen und lateralen Verschiebungen. Matrizen dienen dem Ingenieur mittlerweile auch in der Geometrischen Optik als mathematisches Handwerkszeug. Mit ihnen lassen sich bei Beschränkung auf den paraxialen Strahlenraum nicht nur „Dicke" Linsensysteme, sondern auch „Dicke" Spiegelsysteme besonders übersichtlich darstellen, z.B. zur Beschreibung der optischen Eigenschaften von Purkinjebildern. Das Ziel der vorliegenden Arbeit besteht deshalb darin, - verschiedene Augenmodelle mit Matrizenverfahren zu beschreiben und über die Kardinalpunkte zu definieren; - die axiale und laterale Position sowie den Abbildungsmaßstab der Purkinjebilder dieser Augenmodelle mittels Matrixalgebra abzuleiten; - die durch Akkommodation hervorgerufene Refraktionsänderung aus derVerschiebung der Purkinjebilder in pseudophaken Augenmodellen zu ermitteln. Die so entwickelte Methode soll als Basis für eine Vielzahl experimenteller und klinischer Entwicklungen dienen.